Da die Treppe in Esche gebaut wurde, beschlossen wir, das Thema weiterzuführen und auch für den Boden Esche-Massivholz zu verwenden. Den Boden haben wir selbst verlegt. Das erforderte eine Menge Planung und Tüftelei.
Wir haben uns für einen 2omm Massivholzboden entschieden, den wir viele Male abschleifen und erneuern können, um seine Lebensdauer so weit wie möglich zu verlängern. Wenn solche Böden gut verlegt sind und gepflegt werden, können sie 100 Jahre und mehr halten?
Wir bestellten zwei verschiedene Breiten: 140mm und 160mm Nut- und Federbretter von 2omm Dicke. Warum? Nun, es war das Holz, das für diesen Preis und diese Holzart verfügbar war. Esche ist für Fußböden nicht so beliebt wie Eiche. Es ist also nicht leicht, es zu einem erschwinglichen Preis zu finden. Glücklicherweise hatte Holzbarmen genau das auf Lager, was wir brauchten. Der Prozess war langwierig und es dauerte Monate, bis wir mit dem Schleifen beginnen konnten. Schritt 1 bis 6 dauerte etwa 6 Monate. Schritt 7 und 8 dauerten etwa 5 Tage.
- Bestandsaufnahme und Vorbereitung: Die in unterschiedlichen Längen angelieferten Dielen wurden vermessen und inventarisiert (~700 Dielen). Es wurde eine digitale Verteilung geplant, um die Platzierung zu bestimmen.
- Verteilung der Dielen: Die Bretter wurden auf die Räume verteilt und dann vorübergehend ausgelegt, um ihre Anordnung festzulegen. Die Schwierigkeit bestand darin, Farbe, Größe, Muster und Abstände so anzuordnen, dass die gewünschte Ästhetik erreicht wurde. Dies dauerte etwa zwei Wochen pro Raum.
- Verkleben des Bodens: Die Dielen aus Massivholz (kein Klicksystem) wurden verleimt und zusammengepresst, jeweils 3-4 Dielen auf einmal. Die Wände, die aus Lehmplatten bestehen, konnten keine übermäßige Kraft aushalten, daher ging es nur langsam voran.
- Umgang mit Verwerfungen: Viele Ziegelsteine wurden als Gewicht verwendet, um die Bretter nach unten zu drücken und auszurichten, damit sie sich nicht verziehen. Der Trocknungsprozess dauerte etwa eine Stunde.
- Behandlung der Kanten: Entlang der Kanten wurden 1,5 cm dicke Korkstreifen angebracht, um die natürliche Ausdehnung und Kontraktion des Holzes aufgrund von Umweltveränderungen auszugleichen. Kork wurde wegen seiner Komprimierbarkeit und Elastizität ausgewählt.
- Fugenfüllung: Die Dielen waren nicht immer gleich breit, so dass an einigen Stellen Lücken entstanden. Kleine Lücken wurden mit einer Mischung aus Aschepulver und Leim gefüllt. Größere Lücken wurden aus Gründen der Konsistenz mit Aschekeilen gefüllt.
- Schleifen: Der Boden und der Rand wurden mit einer Bandschleifmaschine bündig geschliffen und dann in vier Durchgängen mit einer Bodenschleifmaschine geebnet (Körnung: 60, 80, 100, 120).
- Ölen: Der letzte Schritt war das Ölen des Bodens mit Rubio Monocoat Pure Plus 2C, um den Boden zu verbessern und zu schützen.
Here is how it went: